St. Petri in Zeiten von Corona

Der erste öffentliche Gottesdienst in der St.-Petri-Kirche fand am 10. Mai um 10 Uhr wieder statt. Eine Anmeldung für unsere Gottesdienste ist derzeit nicht nötig. Die Plätze, die in der Kirche eingenommen werden können, sind markiert. Ein Mundschutz ist zu tragen.

Taufen können im Kreis der Familien in unserer Kirche durchgeführt werden. Allerdings gelten hier dieselben Regeln wie für Gottesdienste (Abstandsgebot, Mundschutzpflicht auch am Taufstein, kein Singen). Manche Tauffamilien entscheiden sich für diese Option und freuen sich, dass Taufen seit einigen Wochen wieder möglich sind; andere entscheiden sich für eine Verschiebung der Taufe auf einen späteren Zeitpunkt. Beides sind gute Möglichkeiten. Kontaktieren Sie uns gerne, falls Sie weitere Fragen dazu haben.

Die Konfirmationen, die für April geplant waren, wurden auf den September verschoben. Die Pastoren haben mit den Eltern der betroffenen Konfirmandinnen und Konfirmanden eine einvernehmliche Lösung gefunden.

Regelungen zu Trauungen und Beerdigungen spricht der Pastor direkt mit den jeweiligen Familien ab.

Dreimal am Tag (8 Uhr, 12 Uhr und 18 Uhr) läutet eine Glocke, um so die gegenseitige Verbundenheit untereinander auszudrücken und zum Gebet aufzurufen. 

Die St.-Petri-Kirchengemeinde erstellt weiterhin Angebote in Form von Meditationen und Predigten in Ton und Bild, die auf unserer Homepage abgerufen werden können.

In allem, was wir tun, wollen wir weiterhin vorsichtig und umsichtig miteinander umgehen. Das tun wir vor allem zum Schutz derjenigen, die gefährdet sind. Ein Einhalten der Regelungen ist ein Akt der Nächstenliebe gegenüber denen, deren Leben vom Virus bedroht ist. Wir möchten in unseren Kirchen weiter ein Zeichen für unsere Gesellschaft setzen, in dieser Weise verantwortlich miteinander umzugehen.

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Andacht zur Jahreslosung 2021

von Regionalbischof Dr. Hans Christian Brandy (Stade)

„Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ Lukas 6,36

Der ungewöhnlichste Jahreswechsel seit Langem. Ein verrücktes Jahr liegt hinter uns, seitdem die Corona-Pandemie über uns hereinbrach. Und noch mehr als zu jedem Jahresbeginn liegt die persönliche und gesellschaftliche Zukunft im Ungewissen. Denn das Leben läuft eben derzeit so gar nicht in vertrauten Bahnen. Werden wir zur Normalität zurückfinden, oder bleibt alles ganz anders?

Die Corona-Pandemie hat viele vermeintliche Gewissheiten erschüttert, denn sie hat gezeigt, wie verletzlich unser Leben ist und bleibt. So schauen viele von uns auch mit bangem Blick in das neue Jahr.

In diese Situation spricht die biblische Jahreslosung für das Jahr 2021 für mich besonders. Sie stammt aus der „Feldrede“ bei Lukas, der Parallele zur bekannten Bergpredigt bei Matthäus. Jesus spricht auf einem Feld zu einer großen Menschenschar. „Und alles Volk suchte ihn anzurühren, denn es ging Kraft von ihm aus und heilte sie alle.“ (Vers 19) Heilung geschieht hier durch die Kraft, die Jesus verströmt. Wo Menschen Gott begegnen und vertrauen, da erfahren sie eine solche heilsame, lebensförderliche Energie Gottes. Wie dringend brauchen wir die, gerade in diesen Zeiten.

Diese Energie wird dann näher beschrieben. Es ist die Kraft der Liebe: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ Die Energie der Barmherzigkeit – sie kann das Leben verändern. Und das brauchen wir.

„Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen.“  Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Beginn des Corona-Ausbruchs gesagt. Das stimmt. Es stimmt immer, und es stimmt derzeit besonders.

Leider ist das gar nicht selbstverständlich. Es herrscht allerorten „die große Gereiztheit“ (Bernhard Pörksen). Dass bei manchen nach Monaten im Ausnahmezustand die Nerven angespannt sind, kann man – barmherzig! - verstehen. Nicht akzeptieren kann ich aber, wenn Medien, die als „soziale Medien“ doch dem Miteinander dienen sollen, zu Tummelplätzen für Hassreden, Beleidigungen und Verschwörungen werden. Rechthaberei und Unbarmherzigkeit werden keine Heilung in Krisen bewirken. Wir dürfen uns an diesen Ton nicht gewöhnen. „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ Jesus verbindet den Ruf zur Barmherzigkeit mit der schlichten Mahnung: „Richtet nicht“, und das können wir alle im Alltag Tag für Tag umsetzen.

Wir dürfen uns aber auch nicht die Perspektive verrücken lassen. Barmherzigkeit haben gerade in der Krise Viele gezeigt: in der Pflege in Altenheimen und Krankenhäusern. Aber auch indem wir andere schützten, in den Nachbarschaften und Gemeinden spontan und kreativ Hilfen ermöglichten. Weit ab von manchen schrillen Tönen ist die Corona-Zeit längst zu einer Erfahrungszeit gelebter Barmherzigkeit geworden.

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ Es ist kein moralischer Appell, den Jesus an seine Gemeinde richtet. Er erinnert uns vielmehr daran, dass wir alle immer wieder Barmherzigkeit und Gnade erfahren haben. Aus dieser Kraft leben wir. Weil Gott die Liebe ist.

Und eben deshalb, weil wir Barmherzigkeit zuerst selbst erfahren und Gott „Vater“ nennen dürfen, deshalb können wir auch von dieser Kraft weitergeben. Bei all den Herausforderungen, vor die wir im Jahr 2021 gestellt sind, brauchen wir Kräfte, die heilen. Natürlich hoffen wir sehr auf einen medizinisch wirksamen Impfstoff, unbedingt. Aber wir brauchen auch Heilung für unser Miteinander. Darf man das sagen: Barmherzigkeit – das ist ein Impfstoff für die Seele? Ich jedenfalls glaube daran.

Ein gesegnetes Jahr 2021!

Ihr


Regionalbischof für den Sprengel Stade

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Die St.-Petri-Kirche in Buxtehude

Weithin sichtbar begrüßt Sie die St.-Petri-Kirche in Buxtehude. Sie steht als Haus Gottes den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und den Besuchern aus aller Welt offen.

Wir laden Sie ein, St. Petri als lebendigen Ort des Glaubens und als Mittelpunkt unserer Gemeinde zu entdecken. Natürlich heißen wir Sie in unseren Gottesdiensten und Andachten herzlich willkommen. Doch auch an fast allen anderen Tagen ist unsere Kirche für Sie geöffnet.

So können Sie in Ruhe ihre 700 Jahre alte Geschichte erkunden, sich an Architektur und Kunst erfreuen oder einfach für ein paar Minuten Einkehr halten, Ruhe finden, vielleicht ein Gebet sprechen, eine Kerze entzünden.

St. Petri ist eine lebendige Gemeinde mit vielen Aktivitäten und Veranstaltungen;

Musikgruppen, Leseabende, Kirchenführungen, Vorträge und soziale Arbeit sind nur einige Beispiele.

Die Musik spielt für unsere Kirche und unser Gemeindeleben eine ganz besondere Rolle und so werden über das Jahr in St. Petri zahlreiche Konzerte veranstaltet, die einen großartigen Eindruck vom Reichtum sakraler Musik geben.

Jeden Samstag von 11:00 bis 11:30 Uhr gibt es übrigens eine Musik zur Marktzeit.

Lassen Sie sich von Ihrer Neugier treiben und lernen Sie das Leben unserer Gemeinde kennen. Finden Sie Ihren Raum für Andacht und Gebet in unserer wunderschönen Kirche; freuen Sie sich auf die Menschen, die unser Gemeindeleben so abwechslungsreich und lebendig gestalten.

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