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„Next Year in Jerusalem" – unter
diesem Motto findet im April und Mai eine Ausstellung in zwölf Kirchen
der Landeskirche statt. Unsere St. Petri-Kirche ist eine dieser Kirchen.
Acht Wochen lang wird von Cuxhaven bis Göttingen je ein Kunstwerk des
Künstlers Joseph Semah zu sehen sein. Alle Werke beschäftigen sich mit
dem Ausruf „Next Year in Jerusalem – Nächstes Jahr in Jerusalem"
in der einen oder anderen Weise. Die Objekte werden ganz verschieden sein
und dennoch irgendwie zusammengehören.

Kunst als Anstoß zum Nachdenken
„Next Year in Jerusalem" ist ein
traditioneller Wunsch im Verlauf des jüdischen Passahfestes. Bis heute
verbindet die Juden in der ganzen Welt die Sehnsucht nach der „heiligen"
Stadt Jerusalem. Aber nicht nur im Judentum hat die Stadt einen hohen
Stellenwert. Jerusalem kommt auch im Islam und im Christentum eine
besondere Bedeutung zu. Die Kunstwerke in den Kirchen können der Anstoß
sein, darüber nachzudenken und ins Gespräch zu kommen.
Am 1. April 2007, Palmsonntag, wird die
Ausstellung mit einem Gottesdienst in Hannover eröffnet werden. Zur
gleichen Zeit wollen wir in der St. Petri-Kirche ebenfalls einen
Festgottesdienst zur Eröffnung feiern. In den darauffolgenden Wochen bis
Pfingsten ist „unser" Kunstwerk während der Woche zu den Zeiten
der Offenen Kirche sowie vor und im Anschluss an die Gottesdienste zu
bestaunen.
Verschiedene Veranstaltungen von Gottesdiensten über
Diskussionsabende bis hin zur Musik begleiten die Ausstellung in unserer
Gemeinde.
Sonntag, 01. April 2007
Eröffnung der Ausstellung
Gottesdienst zur Eröffnung mit anschließendem Empfang
Freitag, 27. April 2007, 19.30 Uhr
Ein Abend mit Joseph Semah
Ein Abend mit dem Künstler Joseph Semah und dem Quartett Plus 1

SehnsuchtsOrt-SehnsuchtsZeit
180° Klang – Eine Konzertperformance mit Streichquartett und Tanz
Vier Musikerinnen und eine Tänzerin
untersuchen Wechselwirkungen und Schnittstellen von Musik und Bewegung im
Rahmen der Ausstellung "Next Year in Jerusalem". Die Ausstellung
behandelt Jerusalem als Sehnsuchtsort von Juden, Christen und Muslimen.
Quartett PLUS 1 nähert sich diesem Thema im
Spannungsfeld von Musik und Bewegung: Klang bestimmt Bewegung - Bewegung
modifiziert Klang. Die Interpretationen des Streichquartetts bilden den
Ausgangspunkt für die Tänzerin, sie übersetzt musikalische Strukturen
und Vorstellungen von Sehnsucht in Bewegung. Umgekehrt „dirigiert“ die
Tänzerin das Streichquartett mit vollem Körpereinsatz und gibt Tempo,
Dynamik und Klangfarbe vor. Aus der Notwendigkeit des Notenblätterns
entsteht eine stilisierte Bewegungsabfolge, eine minimalistische Form von
Tanz. Die Musiker werden Teil der Choreographie, die Tänzerin erweitert
das Streichquartett zum 5-stimmigen Ensemble. Gemeinsam entwickeln die
fünf Performer eine Aufführungsform jenseits des traditionellen
Konzertbetriebs.
Interpretiert, zitiert und adaptiert werden
"Mugam Sayahi" der aserbaidjanischen Komponistin Franghis
Ali-Sade, Gregorio Allegris "Miserere",
Werke des russisch-orthodoxen Komponisten
Arvo Pärt und Minimal Music von Michael Nyman und Philip Glass.
Von und mit Katharina Pfänder und Lisa Stepf
(Konzept), Kristina Müller, Kathrina Hülsmann, Regina Poulheim, Caroline
Metz (Produktion), Vladimir Miller (szenische Einrichtung).
Eine Produktion von Quartett PLUS 1 in
Kooperation mit der ev.-luth. CityKirche St. Jakobi, dem Theaterhaus
Hildesheim e.V. und dem Haus kirchlicher Dienste Hannover.
Dienstag, 15. Mai 2007, 19.30 Uhr
Sehnsucht Frieden – Religionen auf dem Weg?
Die Sehnsucht nach dem
Frieden in Judentum, Islam und Christentum, die sich oft mit dem Namen „Jerusalem“
verbindet, soll am 15. Mai Anliegen einer Podiumsdiskussion sein. Unter
der Moderation von Wolfgang Raupach-Rudnick werden Elvira Noa, Muna Tatari
und Superintendent Dr. Helmut Blanke sich diesem Thema nähern,
gemeinsam diskutieren und dem Publikum Rede und Antwort stehen.
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Elvira Noa, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde im Land Bremen
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Muna Tatari, muslimische Theologin und Islamwissenschaftlerin
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Dr. Helmut Blanke, Superintendent des Ev.-luth. Kirchenkreises
Buxtehude.
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Moderation: Wolfgang Raupach-Rudnick, Arbeitsstelle
Kirche und Judentum, Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Mittwoch, 23. Mai 2007, 12 Uhr
Viele Kulturen – Eine Stadt
Podiumsdiskussion für Schulklassen (Sek. II)
Pfingstmontag, 28. Mai 2007, 18 Uhr
Abschluss der Ausstellung mit dem Ensemble Jabboq
Am Pfingstmontag wird die Ausstellung dann
mit einem Konzert des Ensembles Jabboq abgeschlossen werden. Diese Gruppe
hat als Anliegen die jüdisch-christliche Begegnung, die in Musik, Texten
und durch die Mitglieder gelebt wird. Es werden jüdische und jiddische
Lieder, Klezmer und Gospel gesungen und gespielt und Texte aus dem reichen
Schatz beider Religionen gelesen.
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