Pastor Oliver Friedrich stellt sich vor

„Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr.“ - Das ist mein Ordinationsspruch. Ich habe ihn vor 11 Jahren ausgewählt, als ich in Hildesheim meinen Dienst als Pastor in unserer Landeskirche begann. Der Vers aus dem Buch des Propheten Jesaja erschien mir damals besonders passend für die vor mir liegenden Aufgaben als Berufsschulpastor.

Denn schließlich, so dachte ich, würde ich in der Berufsschule überwiegend mit jungen Leuten arbeiten, die noch ganz am Anfang ihrer beruflichen Wege stehen und die sich viele Gedanken machen würden über ihre Zukunft. Kennengelernt hatte ich diese jungen Leute und die Arbeit mit ihnen schon: Im Schuljahr 1999/2000 war ich unter Leitung von Pastorin Gudrun Junge „Sondervikar“ in der Berufsschule Buxtehude. 2008 tauschte ich dann Tafel gegen Kanzel und wechselte in die St. Nicolai-Kirchengemeinde in Ingeln-Oesselse, einem Dorf bei Laatzen. Der Konfirmandenunterricht und neue Gottesdienstformen waren meine Arbeitsschwerpunkte.

Wenn mir nun vor vier Jahren jemand gesagt hätte: „Weihnachten 2011 wirst du in Buxtehude feiern!“, dann hätte ich wohl ungläubig meine Stirn in Falten gelegt und eine eindeutige Handbewegung gemacht. In meinen Gedanken war Buxtehude nun wirklich nicht vorgesehen. Zu Ihnen nach St. Petri fühle ich mich deshalb auch wirklich eher geführt: Mein Partner, mit dem ich nun schon elf Jahre mein Leben teile, wurde im November letzten Jahres in Hamburg verbeamtet.

Ab Anfang Dezember werden wir also zu zweit im Pfarrhaus in der Abtstraße wohnen. Über kurz oder lang wird auch wieder ein Hund zu unserem Leben gehören. Ich freue mich auf die Arbeit an St. Petri, auf neue Weggefährten und Freunde, auf ein Glas guten Weines nach getaner Arbeit, Theaterabende im Hamburger Schauspielhaus und viele fröhliche Begegnungen!